Das Setting und die fünf Sinne

Fünf Sinne

Was hat das Setting mit unseren fünf Sinnen zu tun?

Sehr viel sogar. Wie wir bereits wissen, spielen Geschichten ja in einer Umgebung und Deine Figuren leben/wohnen schließlich nicht in einem (luft)leeren Raum, es sei denn, sie leben auf dem Mond.

Hier gebe ich Dir einige Beispiele, wie Du erste und konkrete Eindrücke Deiner Charaktere darstellen bzw. übermitteln kannst:

Sehen (erster Eindruck)

  • Farben (in Räumen; Kleidung – wie sehen diese zu den verschiedenen Tageszeiten aus)
  • Kontraste: ist es hell oder dunkel oder schattig? Gibt es Zwielicht?
  • Umgebungen/Entfernungen (vergleiche sie mit dem bisher Gewohnten)

Hören (Erster Eindruck)

  • Ist der Charakter überwältigt vom Straßenlärm?
  • Empfindet er die/eine ungewohnte Stille gar als wohltuend?
  • Sind es einzelne Töne, die er hört; ist es Stimmengewirr?
  • Beachte: Geräusche sollten der Umgebung angepasst sein (Großstadt/Land/im Raum oder im Freien)

Geruch (Konkreter Eindruck)

  • Ist ein Geruch neu für den Charakter/empfindet er diesen als ungewöhnlich/auffällig?
  • Befindet er sich im Wald (Holz; Moos …) oder am Strand (Sonnencreme …)?
  • Hat es gebrannt oder brennt es noch? Er wird sicherlich einen beißenden Geruch wahrnehmen.
  • Essen: Wie riecht es? Verdorben? Lecker? Erinnert ihn das an zu Hause? Kriegt er daraufhin Hunger/Appetit oder die Lust, was zu kochen?

Tastsinn (Konkreter Eindruck)

  • Wie empfindet der Charakter bestimmte Oberflächen, wenn er sie berührt oder umfasst? Eine rauhe Oberfläche fühlt sich sicherlich unangenehmer an als ein kühles Glas Bier im Hochsommer.
  • Wie fühlt sich (s)ein Händedruck an? Geschmeidig? Warm? Feucht?

Geschmack (Konkreter Eindruck)

  • Sollte dem Charakter entsprechen (s. Biographie).
  • Geschmack kann sich ändern bzw. variieren, zum Beispiel durch ein schlechtes Erlebnis (aus Versehen was Ekliges/Verdorbenes gegessen).
  • Ist der Charakter Vegetarier oder gar Veganer? 

 

Du siehst, auch hier jede Menge Kombinationsmöglichkeiten und Konfliktmaterial. Nimm Dir nochmal die Biographien Deiner Figuren zur Hand und ergänze sie bei Bedarf. Vergiss dabei nicht, stets Trouble/Konflikte einzubauen.

 

Wie gehst Du vor? Wie verbindest Du Deine Figuren mit deren Umgebung und webst diese in die Geschichte ein?

 

Bild: Tom’s Restaurant (auch als Tom’s Diner bekannt)

Ines Pischel

Ines schreibt unter anderem Krimis, Romanzen und Kurzgeschichten. In ihrem neuen Blog gibt sie (nicht nur) Schreibanfängern praktische und sofort anwendbare Tipps.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.